Der Freilauf
Wie groß der Käfig auch immer sein mag, die Sugar-Glider brauchen mehr Platz. Deshalb sollte man den Tieren regelmäßig Freilauf gewähren. Wird nur innerhalb des Käfigs gefüttert, werden sie freiwillig in den Käfig zurückkehren. Zahme Tiere lassen sich ohnehin ohne Probleme in den Käfig zurücksetzen. Da Sugar-Glider sehr neugierige Tiere sind, werden sie während des Freilaufs die Wohnung genauestens inspizieren. Um die Gefahren für die Possums während des Freilaufs zu minimieren, sollten  Sie folgende Regeln beachten:

 

  • Es sollten keinerlei Giftpflanzen im Raum stehen (Fragen Sie gegebenenfalls bei Ihrem Floristen nach).

  • Achten Sie darauf, wohin sie treten, um nicht versehentlich auf den Glider zu treten

  • Vorsicht beim Schließen von Schubladen und Schranktüren, da es sonst leicht passieren kann, daß der Sugar Glider eingequetscht wird.

  • Da Sugar-Glider äußerst flink sind, kommt es häufig vor, dass sie beim Öffnen einer Tür durch den Türspalt entwischen. 

  • Bücher und ähnliche Gegenstände sollten fest in den Regalen stehen.

  • Es sollten keinerlei Medikamente und Reinigungsmittel im Freilaufraum stehen.

  • Vorsicht bei Stromkabeln, diese werden evtl. angenagt.

  • Heiße Herdplatten, verschmutztes Geschirr, in welchem Wasser steht, das Spülwasser in der Spüle, Plastiktüten vom letzten Einkauf, Brotbeutel oder Chemikalien stellen immer eine Gefahr dar.  

 

Meine Sugi's haben fast täglich Auslauf, der aus dem Zimmer besteht, wo der Käfig steht und dem Korridor. Die Lieblingsbeschäftigung besteht darin, an den Türleisten (glatter Kunststoff!) hochzuklettern und dann im Gleitflug zu mir zu kommen, oder von der obersten Querleiste auf den Boden zu gleiten.

Für eine Ecke Camembert (1mal pro Woche) würden sie alles tun. Ich füttere es während des abendlichen Freilaufs, was auch die Zuneigung zu mir fördert.

Wenn ich mal in einem anderen Zimmer bin und in den Korridor komme, dann springen sie von ihrem gegenwärtigen Aufenthalt runter, kommen auf dem Boden zu mir gerannt und klettern an mir hoch. Wenn ich dann zu ihnen spreche, spitzen sie die Ohren, als würden sie jedes Wort verstehen. Meine Schulter ist sowieso der schönste Platz. Zu meiner Frau haben sie ein gutes Verhältnis, aber wenn ich in der Nähe bin, dann springen sie sofort zu mir.

 

Käfig

Der Käfig kann niemals groß genug sein, da die kleinen Racker ein großes Bewegungsbedürfnis haben. Wie groß der Käfig auch ist, es muss immer Freilauf gewährleistet werden.

Mein erster Käfig war 600 x 600 x 2000 und hatte mehrere Zwischenetagen. Da die Sugi's aber überall urinieren wo sie sich gerade befinden, war er auch schlecht sauber zu halten. Dadurch war immer ein typischer strenger Geruch in dem Zimmer wo er stand. Heute nutze ich diesen Käfig für unsere Chinchillas (inzwischen mit mehreren Anbauten –  siehe "Chinchilla_Haltung").

Der jetzige Käfig hat so wenig Holz wie möglich und keine Zwischenetagen. Alle Einrichtungsgegenstände (Kletteräste, Schlafkästen u.s.w.) sind zum herausnehmen. Dadurch können sie leicht gereinigt werden und man riecht kaum noch etwas. Der Käfig ist 1500 x 600 x 1200 und steht auf einem Unterschrank. Dadurch können die Sugi's auch von oben (wenn sie wollen) auf den Halter sehen und sind viel relaxter. Die Einstreu besteht aus Heupellets und besitzt eine sehr gute Saugfähigkeit.

 
           
 

Zucht

 
 

Wenn man ein Pärchen oder eine gemischte Gruppe hat, dann stellen sich Jungtiere fast von alleine ein. Man sollte aber in jedem Fall Inzucht verhindern, da es sonst zu irreparablen genetischen Schäden kommen kann.

 
     
 
       
               
       
 

Es ist wirklich ein Erlebnis die Jungen heranwachsen zu sehen. Erst entsteht eine kleine Beule, welche eine ziemlichen Umfang erreicht. dann 'hängen' die ersten Teile heraus, weil sie nicht mehr in den Beutel passen. Es sieht dann schon richtig abenteuerlich aus, wenn die tragenden Sugi's springen und man immer hofft, dass den Kleinen bei der Landung nichts passiert. Aber wenn die Weibchen nicht wirklich zahm dann darf man niemals die Kleinen anfassen, da es sonst passieren kann, das sich die Mütter nicht mehr um ihre Jungen kümmern!