Kurzkopfgleitbeutler

 

 

 

       
     
     
 

Allgemeines:

Der wissenschaftliche Name für den Kurzkopfgleitbeutler lautet Petaurus breviceps. Der Sugar Glider lebt in Australien, Tasmanien, Indonesien und Papua-Neu-Guinea. Sugar-Glider leben vor allem in Wäldern und bewohnen dort Baumhöhlen. Sie bevorzugen Akazien- und Eukalyptuswälder. Man trifft sie aber auch in Kokosnussplantagen. Wichtig ist, daß sie in ihrem Lebensraum alte Bäume finden, denn nur sie bieten den kleinen Beuteltieren genug Baumhöhlen zum schlafen und verstecken. Sugar-Glider ernähren sich vor allem von Baumsäften, süßem Obst, Blütenpollen und Nektar. Daher haben sie auch ihren Namen: "Sugar" ist englisch und bedeutet ins Deutsche übersetzt "Zucker". Sie sind aber keine reinen Vegetarier, sondern machen sich auch über Insekten und sogar kleine Nagetiere her. Er kann ähnlich wie ein Flughörnchen mit ausgestreckten Gliedmaßen bis zu 50 m gleiten. Vom Kopf aus zieht sich ein dunkler breiter Längsstreifen über den ganzen Körper, außerdem verläuft je ein Streifen an den Kopfseiten von der Nase über die Augen bis zu den Ohren.
Auffällig sind die großen Augen - ein Hinweis darauf, dass die Sugar-Glider nachtaktiv sind. Sie leben fast ausschließlich auf Bäumen und gehen sehr selten auf den Boden. Selbst in der Voliere sieht man sie ausgesprochen selten auf dem Boden. Gleitbeutler leben meist in Gruppen von bis zu 8 Tieren und einer wechselnden Anzahl von Jungtieren. Sie sind sehr sesshaft und entfernen sich selten mehr als 150 m von ihrem Nest. Die Glider werden 12 - 15 cm lang, wobei noch einmal die gleiche Länge für den Schwanz dazukommt. Die Weibchen erreichen ein Gewicht von ca.115 Gramm und die Männchen ca. 140 Gramm. In freier Wildbahn werden sie 5 - 7 Jahre alt, während es als Heimtier auch bis 16 Jahre erreichen kann. Man sollte sich also die Anschaffung eines Sugar Gliders gut überlegen.

 

 

Verwandte des Sugar-Gliders:

 

Sugar Glider als Haustier:

Möchte man Sugar Glider halten, sollte man sich zuerst darüber im Klaren sein, daß es sich um nachtaktive Tiere handelt. Nur selten wird man tagsüber etwas von ihnen bemerken, nachts jedoch sind sie sehr aktiv. Für Kinder sind sie weniger geeignet, es handelt sich nicht um Streicheltiere. Der Duft der Sugar Glider  ist nicht jedermanns Sache und schon so manches Sugar Glider wurde nach kurzer Zeit wieder abgegeben, weil es zu sehr stank. Hinzu kommt, daß Sugar Glider ihren Urin und Kot einfach und unkontrolliert absetzen. Bevor ihr Euch entscheidet Sugar Glider anzuschaffen, solltet ihr folgende Dinge unbedingt beachten:

  • Ein Sugar Glider kann bis zu 16 Jahre alt werden. Bist Du bereit, über eine so lange Zeit täglich für Deinen Glider da zu sein, ihn zu füttern, ihm Auslauf zu geben, den Käfig gründlich zu reinigen?

  • Sugar Glider sind soziale Tiere, es sollten also mindestens 2 Tiere sein. Besser wäre eine kleine Gruppe von 4 - 5 Tieren.

  • Hast Du einen Bekannten, welcher in Deiner Abwesenheit die Tiere fachgerecht versorgen kann?

  • Sind andere Tiere im Haushalt, welche den Sugi's vielleicht gefährlich werden?

  • Sind alle Familienmitglieder mit der Anschaffung einverstanden?

  • Ist ein Tierarzt in Deiner Nähe, welcher sich mit der Behandlung auskennt?

  • Bist Du bereit, den teilweise strengen Geruch, welcher durch die Revierkennzeichnung entsteht zu akzeptieren?

  • Ist Platz für einen großen Käfig vorhanden? Er sollte in einem separaten Zimmer stehen, damit die Glider tagsüber ihre Ruhe haben.

  • Sugar Glider werden nie stubenrein, sie koten und harnen während des Freilaufs in der Wohnung und an den Gitterstäben.

  • Sie erwarten 2 - 3-mal wöchentlich Lebendfutter, wie Mehlwürmer und Heuschrecken.

 

Futter:

Sugar Glider sind Allesfresser, das heißt sie ernähren sich sowohl von pflanzlicher als auch  von tierischer Kost. Die Nahrung „wilder“ Sugar-Glider besteht hauptsächlich aus Obst und Insekten, es werden aber auch schon mal kleiner Säuger erbeutet oder Jungvögel gefressen. Als Halter sollte man bestrebt sein, die natürliche Nahrung so gut es geht zu imitieren bzw. ersetzen.

Deshalb sollte das Grundfutter der Glider aus Obst bestehen. Dabei werden süße Obstsorten eindeutig bevorzugt. Bei der Verfütterung von Zitrusfrüchten ist Vorsicht geboten. Größere Mengen können durch die in ihnen enthaltene Säure zu Durchfalle führen.

 

Tierische Kost sollte nur 2 – 3-mal pro Woche gegeben werden, damit sie nicht verfetten. Obstbrei und Lebendfutter sollten in jeweils eigenen Futterschüsseln angeboten werden. Mehlwürmer und Heuschrecken können zur Zähmung mit Pinzette gefüttert werden. Die Jagd auf umherhüpfende Heuschrecken ist eine sehr beliebte Beschäftigung für alle Sugi’s.

  

Tägliche Futtermenge:

  • 1 – 2 Teelöffel Babybrei (4.Monat) pro Tier

  • verschiedene Obstsorten, klein geschnitten

  • tierisches Futter 2 – 3-mal pro Woche

    • Futtertiere in Mineralpulver wälzen, um den hohen Kalziumbedarf zu decken

  • zusätzlich immer einen Salzleckstein anbieten.

  • Wichtig ist es, die optimale Calciumversorgung der Glider zu sichern. Deshalb sollte wenigsten einmal pro Woche das Futter mit entsprechenden Präparaten (z.B. Calciumtropfen oder Futterkalk) angereichert werden.

  • Schnell wird man erkennen, dass die Glider nicht jede Futtersorte gleich gerne mögen, die Vorlieben ändern sich auch mit der Zeit. Glider sind eben echte Feinschmecker, die möglichst viel Abwechslung auf dem Speiseplan wünschen. Diese Wünsche sollte man als Halter berücksichtigen.

  • Wasser darf auf keinen Fall fehlen und sollte in einem separaten Napf jederzeit angeboten werden. Es ist schon erstaunlich, welch große Mengen Wasser ein Glider aufnehmen kann.